APOPTOSE — Schattenmdchen
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https://apoptose-official.bandcamp.com/album/schattenm-dchen
"Schattenmdchen (English:"shadow girl") has always been around, waiting patiently for seven years to step out of the shadows and reveal its face. Apoptose's third album explores dystopian locations: the undergrounds of Japanese megacities, the depths of worldwide data highways, the nightmares of little children. The seven tracks express images of a desolate and dying world, far removed from the solitude of the beloved Northern woods. A world lacking daylight and oxygen. A bleak vision of reality. Over the years, several of these tracks made their way to compilation CDs all over the globe. There they laid dormant to be reunited some day to form this album. In autumn 2006, Apoptose joined forces with Japanese cyberpunk author Kenji Siratori to complete the cycle. On this album, Apoptose works for the first time with spoken word lyrics. Featured languages are Japanese, English, and German. The tracks previously on compilations have been polished/remixed/rerecorded and renamed especially for the unique listening experience of Schattenmdchen. The CD is housed in an embossed 6-panel cardboard cover with an additional booklet. 7 tracks, 62 min."
"Einige Jahre sind vergangen, seit Apoptose mit der ambitionierten Ritualmusik-CD "Blutopfer" einen ebenso komplexen wie sperrigen Kommentar zum Osterfest in Calanda verffentlichten. Die Erwartungen waren ber lange Zeit gespannt, und tatschlich vermag auch "Schattenmdchen" wieder zu berraschen. Zunchst einmal hat man es hier nicht mit einem durchkonzipierten Album zu tun, auch wenn das technosophiosche Artwork von Kenji Siratori dies vermuten lsst. Klanglich kehrt man teilweise zur ersten CD "Nordland" zurck: satte Drones, fast sinfonische Melodiefragmente, dunkel pulsierende Drums, lange verhallende Klnge. "Schattenmdchen" ist tatschlich die Zusammenstellung der vereinzelten Compilationtracks der letzten Jahre und wird von Tesco im liebevollen debossed Cover, teilweise glanzbeschichtet, prsentiert. Track 1 "Asche" bereitet einen Beitrag zu der Heilpflanzen-Compilation "Infernal Proteus" (2002) wieder auf ("Eichensiechtum") und berzeugt mit geheimnisvollen Stimmfetzen und unheimlichem Glockenspiel. "Violet Silence" (2007) zeigt sich inspiriert von der Cyberspace-Literatur von Siratori und untermalt einen englisch gesprochenen Text ber Leben in Simulationswelten. Rhythmen und Melodien fallen hier leichter und chilliger aus. Gelegentlich erinnert das an die Soundtracks von John Carpenter, was an der konsequenten Verwendung von Keyboards liegt. Man ahnt, dass das titelgebende Schattenmdchen etwas mit dem Nachwuchs des Musikers zu tun haben knnte, und tatschlich erklingt auf Track 3 Amlie/Apoptose mit einem geflsterten deutschen Text, der wie ein Intro zu Siratoris markanten japanischen Vocals funktioniert. Hier dominieren technoide und kalte Klnge. Wie bei den vorangehenden Stcken fllt auch die ausgedehnte Lnge der Stcke auf, was eine Miniaturdranmaturgie innerhalb der Strukturen ermglicht. "Ba-137m" setzt den genannten Weg fort und mndet erstmals in Industrialnoise-Schleifen, die sich ber eine trancige Melodie legen. Das Sample der Zeitansage ("Null") wird auch spter noch auftauchen. Im Booklet findet sich ein poetisches Krankentagebuch, das die Textgrundlage von "Karla" (Track 5) bildet, wobei hier die Stimmen jedoch massiv verfremdet werden. Eigenartig und deprimierend, zugleich aber auch eines der schwcheren Stcke auf dieser CD. "2wei Sonne" knpft thematisch deutlich an die frheren esoterischen Motive an und stammt von der "Solaris Collaboration" (2000). Sinfonische Strings erheben sich hier in kosmische Hhen: eine fasziniernde Miniatur, die in sgenden Power-Electronics-Wllen endet. "Null" war bereits ein Hhepunkt der hauseigenen :Ikonen:-Compilation "...in the Crystal Cage" (2004), und macht sich auch hier sehr gut, wobei der Mix leicht verndert erscheint. Hier taucht auch das Zeitanasage-Sample wieder auf. Mit fast majesttischen Harmonien wird diese Zusamemnstellung beschlossen. Wer Apoptose bereits fr einen eigenen, durchaus erlebnisreichen Zugang zum Ambientgenre schtzte, wird an dieser Zusammenstellung ohnehin seine Freude haben. Mit einem homogenen Konzeptalbum hat man es leider nicht zu tun, doch die hohe Qualitt der einzelnen Beitrge und die sorgsame Covergestaltung garantieren einen sicheren Tip!"
[Ikonen]
"Schattenmdchen (English:"shadow girl") has always been around, waiting patiently for seven years to step out of the shadows and reveal its face. Apoptose's third album explores dystopian locations: the undergrounds of Japanese megacities, the depths of worldwide data highways, the nightmares of little children. The seven tracks express images of a desolate and dying world, far removed from the solitude of the beloved Northern woods. A world lacking daylight and oxygen. A bleak vision of reality. Over the years, several of these tracks made their way to compilation CDs all over the globe. There they laid dormant to be reunited some day to form this album. In autumn 2006, Apoptose joined forces with Japanese cyberpunk author Kenji Siratori to complete the cycle. On this album, Apoptose works for the first time with spoken word lyrics. Featured languages are Japanese, English, and German. The tracks previously on compilations have been polished/remixed/rerecorded and renamed especially for the unique listening experience of Schattenmdchen. The CD is housed in an embossed 6-panel cardboard cover with an additional booklet. 7 tracks, 62 min."
"Einige Jahre sind vergangen, seit Apoptose mit der ambitionierten Ritualmusik-CD "Blutopfer" einen ebenso komplexen wie sperrigen Kommentar zum Osterfest in Calanda verffentlichten. Die Erwartungen waren ber lange Zeit gespannt, und tatschlich vermag auch "Schattenmdchen" wieder zu berraschen. Zunchst einmal hat man es hier nicht mit einem durchkonzipierten Album zu tun, auch wenn das technosophiosche Artwork von Kenji Siratori dies vermuten lsst. Klanglich kehrt man teilweise zur ersten CD "Nordland" zurck: satte Drones, fast sinfonische Melodiefragmente, dunkel pulsierende Drums, lange verhallende Klnge. "Schattenmdchen" ist tatschlich die Zusammenstellung der vereinzelten Compilationtracks der letzten Jahre und wird von Tesco im liebevollen debossed Cover, teilweise glanzbeschichtet, prsentiert. Track 1 "Asche" bereitet einen Beitrag zu der Heilpflanzen-Compilation "Infernal Proteus" (2002) wieder auf ("Eichensiechtum") und berzeugt mit geheimnisvollen Stimmfetzen und unheimlichem Glockenspiel. "Violet Silence" (2007) zeigt sich inspiriert von der Cyberspace-Literatur von Siratori und untermalt einen englisch gesprochenen Text ber Leben in Simulationswelten. Rhythmen und Melodien fallen hier leichter und chilliger aus. Gelegentlich erinnert das an die Soundtracks von John Carpenter, was an der konsequenten Verwendung von Keyboards liegt. Man ahnt, dass das titelgebende Schattenmdchen etwas mit dem Nachwuchs des Musikers zu tun haben knnte, und tatschlich erklingt auf Track 3 Amlie/Apoptose mit einem geflsterten deutschen Text, der wie ein Intro zu Siratoris markanten japanischen Vocals funktioniert. Hier dominieren technoide und kalte Klnge. Wie bei den vorangehenden Stcken fllt auch die ausgedehnte Lnge der Stcke auf, was eine Miniaturdranmaturgie innerhalb der Strukturen ermglicht. "Ba-137m" setzt den genannten Weg fort und mndet erstmals in Industrialnoise-Schleifen, die sich ber eine trancige Melodie legen. Das Sample der Zeitansage ("Null") wird auch spter noch auftauchen. Im Booklet findet sich ein poetisches Krankentagebuch, das die Textgrundlage von "Karla" (Track 5) bildet, wobei hier die Stimmen jedoch massiv verfremdet werden. Eigenartig und deprimierend, zugleich aber auch eines der schwcheren Stcke auf dieser CD. "2wei Sonne" knpft thematisch deutlich an die frheren esoterischen Motive an und stammt von der "Solaris Collaboration" (2000). Sinfonische Strings erheben sich hier in kosmische Hhen: eine fasziniernde Miniatur, die in sgenden Power-Electronics-Wllen endet. "Null" war bereits ein Hhepunkt der hauseigenen :Ikonen:-Compilation "...in the Crystal Cage" (2004), und macht sich auch hier sehr gut, wobei der Mix leicht verndert erscheint. Hier taucht auch das Zeitanasage-Sample wieder auf. Mit fast majesttischen Harmonien wird diese Zusamemnstellung beschlossen. Wer Apoptose bereits fr einen eigenen, durchaus erlebnisreichen Zugang zum Ambientgenre schtzte, wird an dieser Zusammenstellung ohnehin seine Freude haben. Mit einem homogenen Konzeptalbum hat man es leider nicht zu tun, doch die hohe Qualitt der einzelnen Beitrge und die sorgsame Covergestaltung garantieren einen sicheren Tip!"
[Ikonen]