NAM-KHAR & SIELWOLF — Oppressfield
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"Ebenfalls mit Sielwolf sind Nam Khar vor etwa zwei Jahren mit Atavist Craft an meinem akustischen Horizont erschienen, an dem sie sich auch mit der Kollaboration mit Alone in the Hollow Garden problemlos halten konnten und an dem sie nun mit Oppressfield erneut erklingen. Mit Platinum insert beginnt das Album zunchst sehr leise, doch etwa in der zweiten Hlfte des Track drngt sich der unbarmherzige Maschinenrhythmus, der zunchst wie entfernt zu hren war, in den Vordergrund, bis er gegen Ende wieder verebbt. Die nun folgenden Cron tabs erinnern mich an einen Dialog zweier Maschinen ber eine Klangebene hinweg, die voller elektrischer Spannung zu sein scheint und stellenweise nach den grandiosen Elph klingt. Etwas mehr als sechs Minuten sorgen hier abwechslungsreiche Sounds dafr, dass keine Langeweile, sondern vielmehr fantastische Bilder vor dem vielbeschworenen Auge aufkommen. Der Titeltrack des Albums beginnt wieder leiser und erneut kommt es einen so vor, als geschehe etwas in der Entfernung und womglich in einer Art Nebel. Dann schneidet sich ein irgendwie nagelnder, recht schneller Rhythmus durch das Ganze: Weiterhin erklingen klagende (?) Tne in der Entfernung, doch meditative (?) Ruhe kann sich beim Hrer hier nur einstellen, wenn er die komplexen werdenden und immer noisigeren Gerusche integrieren kann. Auch diese indes verklingen und der Hrer wird in in die Failed states entlassen: Hier schlagen harte Tne durch eine rauschende, wehende Hintergrundflche und ich meine sogar, gegen Ende etwas wie Schreie zu hren. Der Titel tut ein briges, angenehme wie beunruhigende (Klang-)Landschaften zu evozieren. Der sich langsam entwickelnde und lngste Track Crypt trap fhrt diese Atmosphre gewissermaen fort: Es gibt zunchst genug Stille, um auch die leisen Tne zu hren, doch wird man auch immer wieder mit Maschinenklngen konfrontiert: Rituale? Attacken? Irgendetwas scheint sich auch bei Exorial durch eine dystopische Landschaft zu bewegen, Genaueres mag sich jeder selbst vorstellen oder sich auch ganz auf die Musik einlassen. Dazu fordert einen Sielwolf & Nam Khar hier immer wieder auf: Quasi mitzugestalten, wenn sich die Stcke zusammensetzen, hinzuhren, versuchen zu verstehen und sich sicher auch immer wieder auf seine Assoziationen zu verlassen. Kein easy, sondern irgendwie analytical listening, dabei nicht nur oppressive, sondern impressive und daher Freunden des nicht einlullenden, sondern ansprechenden und aufweckenden (Industrial) Ambient zu empfehlen." [Flake777, Black Mag]