SKULLFLOWER / MASTERY — split
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"SKULLFLOWER presents a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams: spiders run across harpsichords in deserted schlosses and chateaus, doors slam and phantom demon choirs are summoned at seances by Blatavskian crones, whose impenetrable china blue dolls eyes open onto Tibetan vistas, terrible, ancient and remote
MASTERY is improvised one man cosm(ag)ick from Ephemeral Domignostika. Total berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Masterys cracked perception, transforming this into something beyond true; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal.
Ltd x 500 copies.
Standard edition: 400 copies on purple vinyl.
Special edition: 100 hand-numbered copies on green vinyl through Cold Spring mailorder only!" [label info]
" 'We offer an invocation to, and an evocation of the hidden, averse, heathen power that seethe within our native soil. Come leave your timid gelded civilised masks, bow down and rise up, reborn, within our whirlwind', schreibt SKULLFLOWER-Mastermind MATTHEW BOWER unter der berschrift Skullflower: What we are ... in seinem Blog und vermittelt so eine Ahnung des ich nenn' es mal ganzheitlichen Aufforderungscharakters, den er mit der Musik seiner, 1987 gegrndeten und 1988 mit der 12'' Skullflower-Birthdeath/release/142281">"Birthdeath" auf BROKEN FLAG debtierenden Band verbindet. Kurzum, der Mann hat Sendungsbewusstsein, und das nicht ohne Grund.
Bis zum, durch interne Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern verursachten Bruch im Jahre 1996 handelte es sich bei SKULLFLOWER, ungeachtet ihrer Einbindung in die klassische englische Industrial-Szene der frhen 80er Jahre, um eine Band im engeren und bei ihrer Musik um Noise Rock, im nun ja sehr weiten Sinne. Dies nderte sich, als Grndungsmitglied MATTHEW BOWER SKULLFLOWER 2003 als Quasi-Soloprojekt ins Leben zurck rief. Zwar umfasst das derzeitige Line-Up immer noch die Mitstreiter SAMANTHA DAVIES und LEE STROKE, man tut den beiden aber sicherlich kein Unrecht, wenn man in ihnen eher Begleitmusiker fr die Realisierung von Visionen sieht, die in allererster Linie BOWER'scher Provenienz sind. Der Sound verschob sich von Album zu Album nachdrcklicher in den Bereich des Noisig-Atonalen, bisweilen auch Dronigen wobei man sich das, was hier behelfsmig als "Drone" bezeichnen wird, im Falle von SKULLFLOWER selbstverstndlich dezidiert unbehaglich vorzustellen hat. Den bisherigen Gipfelpunkt dieser Entwicklung bezeichnet zweifellos das, 2011 bei COLD SPRING erschienene Album "Fucked On A Pile Of Corpses", mit dem BOWER ein infernalisches Noise-Monster abgeliefert hat, das sich in der Brutalitt und Kompromisslosigkeit seiner musikalischen Umsetzung dem beraus charmanten Albumtitel als absolut ebenbrtig erweist.
Umso berraschter und das durchaus positiv ist man nun, auf der vorliegenden, ebenfalls auf COLD SPRING verffentlichten Split-LP wieder eine Rckwendung in vergleichsweise strukturiertere musikalische Territorien zu verzeichnen. Der Begriff skullflowertruth.blogspot.de/2012/07/black-psychedelia-one-of-these-days-im.html">"black psychedelia", den BOWER in seinem Blog auf das Side-Project VOLTIGEURS anwendet, scheint mir fr die Beitrge auf der vorliegenden Split-LP wahrlich nicht minder passend: Was fr ein Getse! Was fr eine Wucht! Wer den jngeren Output bis hin zum besagten, Nerven und Gehr gleichermaen zerschreddernden Meisterwerk von 2011 ebenso zu schtzen wei wie ltere, tendenziell rockigere (Anfhrungszeichen sind hier durchaus angebracht) Verffentlichungen wie Skullflower-Obsidian-Shaking-Codex/master/54292">"Obsidian Shaking Codex" von 1993, der wird von diesen drei Stcken begeistert sein. Zur Darbietung gelangt eine Melange aus den beiden zentralen stilistischen Bettigungsfeldern der umtriebigen Band aus London das Beste aus beiden Welten sozusagen. Wie auf den meisten spteren SKULLFLOWER-Verffentlichungen kommt man komplett ohne den Einsatz von Drums bzw. ganz generell ohne irgend einen Beat aus: Der Sound baut sich alleine aus schneidend-knirschenden, durch Verzerrer und Effektgerte gemarterte, im aktuellen Fall passend zum compagnon de guerre auf der B-Seite ziemlich Black-Metal-lastig tnenden Gitarrenriffs auf, die in der Gesamtschau etwas generieren, das man wohl am treffendsten als apokalyptisches Noisedronehochamt umschreiben knnte. Letztlich mndet der Versuch einer konkreteren Charakterisierung der Musik von SKULLFLOWER fast zwangslufig in ein Ringen um wohlfeile Worte, denn seit die Band nach ihrer Interimsauflsung im Jahre 1996 und der Wiederauferstehung im Jahre 2003 wieder auf Kurs ist, oszilliert der "typische" SKULLFLOWER-Sound irgendwo im Niemandsland zwischen Gitarrenwnden, Feedbackexperimenten und brutalem Noise und ist berdies immer im Fluss, will heien, der Schwerpunkt, um den herum sich die Musik jeweils kristallisiert, ndert sich von Verffentlichung zu Verffentlichung.
Die Atmosphre der drei Stcke der Split-LP ist getragen, man knnte sie schon fast ein wenig pathetisch nicht im abwertenden Sinne nennen, doch mag das der Thematik geschuldet sein, die sie laut Promotext umkreisen, es handelt sich nmlich um "a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams". Im brigen darf es, wer fr einen derartigen Alleszermalmer wie das mehrfach angesprochene Vorgngeralbum verantwortlich zeichnet, guten Gewissens mal ein wenig ruhiger und getragener angehen gar kein Problem. Das sei MATTHEW BOWER und uns, dem enthusiasmierten Publikum, von ganzem Herzen gegnnt. Zumal "ruhig" in diesem Fall ohnehin nur sehr, sehr bedingt etwas mit dem landlufig blichen Verstndnis von ruhig zu tun hat. Langer Rede kurzer Sinn: Groartiger Beitrag Musik, die im Raum steht wie ein schwarzer Monolith.
Und damit kommen wir zur B-Seite und ... h ... MASTERY. Vorweg sei das Eingestndnis ausgesprochen, dass ich mich in der schillernden Welt des Black Metal keiner allzu fundierten Sachkenntnis erfreue, obgleich ich dem Genre im Laufe der letzten Jahre zunehmend mehr Sympathie entgegenbringe. Der geneigte Leser mge meine folgenden Worte also als subjektive Meinung eines Interessierten und keinesfalls als kanonisches Urteil eines Eingeweihten oder eines solchen, der sich dafr hlt interpretieren.
Denn in der Tat: So lange ich mich bei der A-Seite aufgehalten habe, so kurz kann ich mich bei der B-Seite fassen: Laut discogs handelt es sich bei MASTERY um ein, seit 2005 aktives Ein-Mann-Black-Metal-Projekt aus der Gegend um San Francisco; die Musik beschreibt der Promotext als "[t]otal berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery's cracked perception []; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal." Nun ja. Meiner unmageblichen Meinung nach wre hier ein wenig mehr Bescheidenheit unbedingt am Platze gewesen: "Blood Electric" ist summa summarum eine ebenso brutale wie uninteressante Uptempoprgelnummer, dominiert von einer Stimme, die irgendwo zwischen genretypischem BM-Krchzgeschrei und Death-Metal-Gegrowle changiert. Und aufregend, geschweige denn "droned out and damaged outsider blackness", geht nun wirklich anders. Nicht nur, dass man dergleichen schon x-mal anderswo und obendrein besser gehrt hat wenn auch nicht unbedingt auf knapp 18 ununterbrochene und mit Fortschreiten der Laufzeit zunehmend nervigere Minuten ausgedehnt. Man fragt sich zudem, worin eigentlich das verbindende Glied zwischen SKULLFLOWERs grandiosem Opus auf der A-Seite und diesem mediokren Gekloppe bestehen soll und zwar ebenso in qualitativer wie in stilistisch-formaler Hinsicht. Ich jedenfalls bin einigermaen davon berzeugt, dass so ziemlich jeder, der mit absoluter Berechtigung! von der SKULLFLOWER-Seite begeistert ist, die MASTERY-Seite mit einem Ghnen quittieren wird et vice versa.
Doch sei's drum: Allein fr den beispiellosen musikalischen Furor, den SKULLFLOWER auf der A-Seite entfalten, lohnt sich die Anschaffung allemal." [Endsal fr nonpop.de]
MASTERY is improvised one man cosm(ag)ick from Ephemeral Domignostika. Total berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Masterys cracked perception, transforming this into something beyond true; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal.
Ltd x 500 copies.
Standard edition: 400 copies on purple vinyl.
Special edition: 100 hand-numbered copies on green vinyl through Cold Spring mailorder only!" [label info]
" 'We offer an invocation to, and an evocation of the hidden, averse, heathen power that seethe within our native soil. Come leave your timid gelded civilised masks, bow down and rise up, reborn, within our whirlwind', schreibt SKULLFLOWER-Mastermind MATTHEW BOWER unter der berschrift Skullflower: What we are ... in seinem Blog und vermittelt so eine Ahnung des ich nenn' es mal ganzheitlichen Aufforderungscharakters, den er mit der Musik seiner, 1987 gegrndeten und 1988 mit der 12'' Skullflower-Birthdeath/release/142281">"Birthdeath" auf BROKEN FLAG debtierenden Band verbindet. Kurzum, der Mann hat Sendungsbewusstsein, und das nicht ohne Grund.
Bis zum, durch interne Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern verursachten Bruch im Jahre 1996 handelte es sich bei SKULLFLOWER, ungeachtet ihrer Einbindung in die klassische englische Industrial-Szene der frhen 80er Jahre, um eine Band im engeren und bei ihrer Musik um Noise Rock, im nun ja sehr weiten Sinne. Dies nderte sich, als Grndungsmitglied MATTHEW BOWER SKULLFLOWER 2003 als Quasi-Soloprojekt ins Leben zurck rief. Zwar umfasst das derzeitige Line-Up immer noch die Mitstreiter SAMANTHA DAVIES und LEE STROKE, man tut den beiden aber sicherlich kein Unrecht, wenn man in ihnen eher Begleitmusiker fr die Realisierung von Visionen sieht, die in allererster Linie BOWER'scher Provenienz sind. Der Sound verschob sich von Album zu Album nachdrcklicher in den Bereich des Noisig-Atonalen, bisweilen auch Dronigen wobei man sich das, was hier behelfsmig als "Drone" bezeichnen wird, im Falle von SKULLFLOWER selbstverstndlich dezidiert unbehaglich vorzustellen hat. Den bisherigen Gipfelpunkt dieser Entwicklung bezeichnet zweifellos das, 2011 bei COLD SPRING erschienene Album "Fucked On A Pile Of Corpses", mit dem BOWER ein infernalisches Noise-Monster abgeliefert hat, das sich in der Brutalitt und Kompromisslosigkeit seiner musikalischen Umsetzung dem beraus charmanten Albumtitel als absolut ebenbrtig erweist.
Umso berraschter und das durchaus positiv ist man nun, auf der vorliegenden, ebenfalls auf COLD SPRING verffentlichten Split-LP wieder eine Rckwendung in vergleichsweise strukturiertere musikalische Territorien zu verzeichnen. Der Begriff skullflowertruth.blogspot.de/2012/07/black-psychedelia-one-of-these-days-im.html">"black psychedelia", den BOWER in seinem Blog auf das Side-Project VOLTIGEURS anwendet, scheint mir fr die Beitrge auf der vorliegenden Split-LP wahrlich nicht minder passend: Was fr ein Getse! Was fr eine Wucht! Wer den jngeren Output bis hin zum besagten, Nerven und Gehr gleichermaen zerschreddernden Meisterwerk von 2011 ebenso zu schtzen wei wie ltere, tendenziell rockigere (Anfhrungszeichen sind hier durchaus angebracht) Verffentlichungen wie Skullflower-Obsidian-Shaking-Codex/master/54292">"Obsidian Shaking Codex" von 1993, der wird von diesen drei Stcken begeistert sein. Zur Darbietung gelangt eine Melange aus den beiden zentralen stilistischen Bettigungsfeldern der umtriebigen Band aus London das Beste aus beiden Welten sozusagen. Wie auf den meisten spteren SKULLFLOWER-Verffentlichungen kommt man komplett ohne den Einsatz von Drums bzw. ganz generell ohne irgend einen Beat aus: Der Sound baut sich alleine aus schneidend-knirschenden, durch Verzerrer und Effektgerte gemarterte, im aktuellen Fall passend zum compagnon de guerre auf der B-Seite ziemlich Black-Metal-lastig tnenden Gitarrenriffs auf, die in der Gesamtschau etwas generieren, das man wohl am treffendsten als apokalyptisches Noisedronehochamt umschreiben knnte. Letztlich mndet der Versuch einer konkreteren Charakterisierung der Musik von SKULLFLOWER fast zwangslufig in ein Ringen um wohlfeile Worte, denn seit die Band nach ihrer Interimsauflsung im Jahre 1996 und der Wiederauferstehung im Jahre 2003 wieder auf Kurs ist, oszilliert der "typische" SKULLFLOWER-Sound irgendwo im Niemandsland zwischen Gitarrenwnden, Feedbackexperimenten und brutalem Noise und ist berdies immer im Fluss, will heien, der Schwerpunkt, um den herum sich die Musik jeweils kristallisiert, ndert sich von Verffentlichung zu Verffentlichung.
Die Atmosphre der drei Stcke der Split-LP ist getragen, man knnte sie schon fast ein wenig pathetisch nicht im abwertenden Sinne nennen, doch mag das der Thematik geschuldet sein, die sie laut Promotext umkreisen, es handelt sich nmlich um "a trinity of sombre meditations evoking Europe after the rain, drowned ruins, sunken dreams". Im brigen darf es, wer fr einen derartigen Alleszermalmer wie das mehrfach angesprochene Vorgngeralbum verantwortlich zeichnet, guten Gewissens mal ein wenig ruhiger und getragener angehen gar kein Problem. Das sei MATTHEW BOWER und uns, dem enthusiasmierten Publikum, von ganzem Herzen gegnnt. Zumal "ruhig" in diesem Fall ohnehin nur sehr, sehr bedingt etwas mit dem landlufig blichen Verstndnis von ruhig zu tun hat. Langer Rede kurzer Sinn: Groartiger Beitrag Musik, die im Raum steht wie ein schwarzer Monolith.
Und damit kommen wir zur B-Seite und ... h ... MASTERY. Vorweg sei das Eingestndnis ausgesprochen, dass ich mich in der schillernden Welt des Black Metal keiner allzu fundierten Sachkenntnis erfreue, obgleich ich dem Genre im Laufe der letzten Jahre zunehmend mehr Sympathie entgegenbringe. Der geneigte Leser mge meine folgenden Worte also als subjektive Meinung eines Interessierten und keinesfalls als kanonisches Urteil eines Eingeweihten oder eines solchen, der sich dafr hlt interpretieren.
Denn in der Tat: So lange ich mich bei der A-Seite aufgehalten habe, so kurz kann ich mich bei der B-Seite fassen: Laut discogs handelt es sich bei MASTERY um ein, seit 2005 aktives Ein-Mann-Black-Metal-Projekt aus der Gegend um San Francisco; die Musik beschreibt der Promotext als "[t]otal berzerker black metal, rooted in the tradition of true grim blackness, but filtered through Mastery's cracked perception []; a droned out and damaged, outsider blackness, that sounds pretty much unlike almost any other black metal." Nun ja. Meiner unmageblichen Meinung nach wre hier ein wenig mehr Bescheidenheit unbedingt am Platze gewesen: "Blood Electric" ist summa summarum eine ebenso brutale wie uninteressante Uptempoprgelnummer, dominiert von einer Stimme, die irgendwo zwischen genretypischem BM-Krchzgeschrei und Death-Metal-Gegrowle changiert. Und aufregend, geschweige denn "droned out and damaged outsider blackness", geht nun wirklich anders. Nicht nur, dass man dergleichen schon x-mal anderswo und obendrein besser gehrt hat wenn auch nicht unbedingt auf knapp 18 ununterbrochene und mit Fortschreiten der Laufzeit zunehmend nervigere Minuten ausgedehnt. Man fragt sich zudem, worin eigentlich das verbindende Glied zwischen SKULLFLOWERs grandiosem Opus auf der A-Seite und diesem mediokren Gekloppe bestehen soll und zwar ebenso in qualitativer wie in stilistisch-formaler Hinsicht. Ich jedenfalls bin einigermaen davon berzeugt, dass so ziemlich jeder, der mit absoluter Berechtigung! von der SKULLFLOWER-Seite begeistert ist, die MASTERY-Seite mit einem Ghnen quittieren wird et vice versa.
Doch sei's drum: Allein fr den beispiellosen musikalischen Furor, den SKULLFLOWER auf der A-Seite entfalten, lohnt sich die Anschaffung allemal." [Endsal fr nonpop.de]