VON HAUSSWOLFF, C.M. (CARL MICHAEL) — 800000 Seconds in Harar
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" CD digipak. CM von Hausswolff says: 'I was approached by my old friend and Radium 226.05 colleague Ulrich Hillebrand, now director of Angered Theatre in Gteborg. He informed me that there was a new play in the process of being written by author and theorist Michael Azar called 'Jag r en annan' (I is another) stemming form the famous letter written by Arthur Rimbaud in his youth. The play uses Rimbaud's life from being a young poet in Charleville ending with him being the trader in Harar, Ethiopia. Hillebrand asked me if I was willing to compose the music to this play. I accepted. I told Hillebrand that I needed to use material that had something to do with Rimbaud's life and as he had connections in Ethiopia and in the small city of Harar he said: why don't you go to Harar for 10 days and see what you can find ? So I went to Addis Ababa where a guy was waiting for me and drove me the 10 hours beautiful ride to Harar. I made recordings and looked for other useful material.There are 2 tracks. On the first track, which consists of three 'parts' I have used material from Harar. The long dronic sounds are taken form an instrument that I, after searching for days, bought in Harar - it's called a 'krar' and is a string instruments (it's quite clear that I have used a string instrument- also if you study Ethiopian music you came across the name of Saint Yared and he was the first to construct a notation system for music... much earlier than the Europeans). As I could not really master the actual playing of this instrument, I bought a bow for a violin and some rosin and with this I got one good tone out from this krar. Then the computer helped me to sort the modes and pitches out. On this piece there also two location recordings: the first one you hear is a recording I did outside Harar on a hill where there are next to no car sounds or other machine sounds - just the wind, insects, some kids and that (I wanted this recording to be more or less timeless or at least 19th century and forward...). The second location recording was done in the night in my hotel, where I woke up one night and became fascinated by the leaking taps in my bathroom so I decided to records this. On the second there are only oscillators used... several of them... And using one low pitch oscillator I ran a sound filtered through. This sound is the low 'rhythm' you can hear, and it's a low pitched morse code signal... and the text is the famous poem Rimbaud wrote in his youth called Le Dormeur Du Val (The Sleeper in the Valley). This poem is a beautiful text starting off in the nature, where a person is sleeping in the grass. Slowly Rimbaud zooms in and we read that it's a soldier and at the very end we are told he has two red wounds on his chest - the guy is dead!'
Arthur Rimbaud lived in Harar from 1884 until shortly before his death in 1891. This is Carl Michael von Hausswolff's first album for Touch, but the connection goes back many years, of course. Carl Michael von Hausswolff was born in 1956 in Linkping, Sweden. He lives and works in Stockholm. Since the end of the 1970s, Hausswolff has worked as a composer using the tape recorder as his main instrument and as a conceptual visual artist working with performance art, light and sound installations and photography.' [label info]
www.touchmusic.org.uk
"Dem Minimalismus wird definitiv in der heutigen Zeit viel Raum gewhrt. Vergleichbar dem graphischen Design einer Designer Republic wird Weniger zum Mehr, ist die Leerstelle lngst
Ausdrucksmittel fr den mondnen Zeitgeist. Hausswolff fhrt diese Schiene seit Jahren
erfolgreich, verlsst sie aber nur fr kurze konkrete Zwischenhalte (siehe das Triptych fr das Laton-Label) um dann wieder drei Alben mit konsequent kurzgeschnittener Konzeption und
Kuration zu verffentlichen, deren Sinn sich in stehenden Tnen auf Viertelstundenbasis und
kraftvollen Feldaufnahmen uert. Die Vergangenheit die Hausswolff hier besingt, schleicht sich auch in Knstlerreichweite, denn die Kuration aus alter skandinavischer Galeristenarbeit wirkt auch Jahrzehnte spter bei Hausswolff nach. Sicherlich ist 800 000 Seconds in Harar ein im heutigen Sinne weitaus ausgewogeneres Werk, auch wenn die sprlichen
Akkordwechsel der Drones eher lange auf sich warten lassen. Geduld muss vorhanden sein,
das Goutieren der Musik wird schlagartig zum Spiel mit Zeit und Raum. Erst im dritten Stck
entfalten sich orgelartige Strukturen, auf die John Cage angesichts seines Jahrtausendwerkes
ORGAN2 stolz sein drfte. hnlich verlangsamt, aber mit prsenten Bassschwingungen hallen
die organischen Zutaten eines Besuchs in Harar umso mehr am Hrknochen noch. Nichtsdestotrotz ist Hausswolff auf dnnem Eis. Das sorgfltige Konstrukt aus Schwebungssummern und genau przisierter Hertzzahl gert angesichts der emotionalen Verortung in der Musik bisweilen ins Wanken. Dann muss man Geduld aufbringen, um dieses Werk in seiner vollen Lnge zu wrdigen.
4/5 " [Thorsten Soltau / AEMAG]
"Selbst wenn man die Hintergrundinfos zu dieser CD nicht kennt, ist es immer wieder ein Vergngen dem "Meister des Drones" zu lauschen. - Nun, auf CD ist das bei CM von Hausswolff immer so eine Sache, da seine meisten Tracks sehr lang und auch abhngig sind von der Qualitt der Stereoanlage, denn der Herr hier bevorzugt extrem tieftnendes Klnge. Live und direkt ein unglaubliches Erlebnis, wenn er die Filter zum glhen bringt, man in den Sitz gepresst wird und die Kleidung wie Folie sich um den ganzen Krper spannt und das nur durch einen herrvoragend aufeinander abgestimmten Drone. Fr diese Verffentlichung, die gleichzeitig Musik fr eine Theaterstck ber die letzten Lebensjahre von Arthur Rimbaud in Harhar ist, wurde CM kurzer Hand in ein Flugzeug verfrachtet und zehn Tage nach thopien geschickt und das nur, weil er sagte, er bruchte Basicmaterial fr seine Kompositionen. Also hrt man hier die bearbeiteten Klnge der Originalschaupltze, Reiseeindrcke und Aufnahmen auf der Grundlage traditionellen thiopischen Musikinstrumenten. Wunderbare und meditative flieende Drones umschmeicheln den Hrer und nehmen ihn mit auf diese (Traum)Reise!" [Carsten Vollmer / OX]
Arthur Rimbaud lived in Harar from 1884 until shortly before his death in 1891. This is Carl Michael von Hausswolff's first album for Touch, but the connection goes back many years, of course. Carl Michael von Hausswolff was born in 1956 in Linkping, Sweden. He lives and works in Stockholm. Since the end of the 1970s, Hausswolff has worked as a composer using the tape recorder as his main instrument and as a conceptual visual artist working with performance art, light and sound installations and photography.' [label info]
www.touchmusic.org.uk
"Dem Minimalismus wird definitiv in der heutigen Zeit viel Raum gewhrt. Vergleichbar dem graphischen Design einer Designer Republic wird Weniger zum Mehr, ist die Leerstelle lngst
Ausdrucksmittel fr den mondnen Zeitgeist. Hausswolff fhrt diese Schiene seit Jahren
erfolgreich, verlsst sie aber nur fr kurze konkrete Zwischenhalte (siehe das Triptych fr das Laton-Label) um dann wieder drei Alben mit konsequent kurzgeschnittener Konzeption und
Kuration zu verffentlichen, deren Sinn sich in stehenden Tnen auf Viertelstundenbasis und
kraftvollen Feldaufnahmen uert. Die Vergangenheit die Hausswolff hier besingt, schleicht sich auch in Knstlerreichweite, denn die Kuration aus alter skandinavischer Galeristenarbeit wirkt auch Jahrzehnte spter bei Hausswolff nach. Sicherlich ist 800 000 Seconds in Harar ein im heutigen Sinne weitaus ausgewogeneres Werk, auch wenn die sprlichen
Akkordwechsel der Drones eher lange auf sich warten lassen. Geduld muss vorhanden sein,
das Goutieren der Musik wird schlagartig zum Spiel mit Zeit und Raum. Erst im dritten Stck
entfalten sich orgelartige Strukturen, auf die John Cage angesichts seines Jahrtausendwerkes
ORGAN2 stolz sein drfte. hnlich verlangsamt, aber mit prsenten Bassschwingungen hallen
die organischen Zutaten eines Besuchs in Harar umso mehr am Hrknochen noch. Nichtsdestotrotz ist Hausswolff auf dnnem Eis. Das sorgfltige Konstrukt aus Schwebungssummern und genau przisierter Hertzzahl gert angesichts der emotionalen Verortung in der Musik bisweilen ins Wanken. Dann muss man Geduld aufbringen, um dieses Werk in seiner vollen Lnge zu wrdigen.
4/5 " [Thorsten Soltau / AEMAG]
"Selbst wenn man die Hintergrundinfos zu dieser CD nicht kennt, ist es immer wieder ein Vergngen dem "Meister des Drones" zu lauschen. - Nun, auf CD ist das bei CM von Hausswolff immer so eine Sache, da seine meisten Tracks sehr lang und auch abhngig sind von der Qualitt der Stereoanlage, denn der Herr hier bevorzugt extrem tieftnendes Klnge. Live und direkt ein unglaubliches Erlebnis, wenn er die Filter zum glhen bringt, man in den Sitz gepresst wird und die Kleidung wie Folie sich um den ganzen Krper spannt und das nur durch einen herrvoragend aufeinander abgestimmten Drone. Fr diese Verffentlichung, die gleichzeitig Musik fr eine Theaterstck ber die letzten Lebensjahre von Arthur Rimbaud in Harhar ist, wurde CM kurzer Hand in ein Flugzeug verfrachtet und zehn Tage nach thopien geschickt und das nur, weil er sagte, er bruchte Basicmaterial fr seine Kompositionen. Also hrt man hier die bearbeiteten Klnge der Originalschaupltze, Reiseeindrcke und Aufnahmen auf der Grundlage traditionellen thiopischen Musikinstrumenten. Wunderbare und meditative flieende Drones umschmeicheln den Hrer und nehmen ihn mit auf diese (Traum)Reise!" [Carsten Vollmer / OX]