Drone Records
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EASTLEY, MAX - Installation Recordings (1973-2008)

Format: do-CD
Label & Cat.Number: Paradigm Discs PD26
Release Year: 2010
Note: amazing installation-recordings from many different sound-sculptures using aero- & hydrophones, aeolian flutes & arcs, friction tubes, wires, motors, metals, strings, wood; -> creating beautiful & surprising atmospheric sounds; great collection by this British soundartist, highly recommended! Comes with 20p. full-colour booklet
Price (incl. 19% VAT): €17.50


More Info

"This 2CD is essentially a retrospective of Eastley’s installation work. As such, it updates and adds many new examples to the 1975 release “New and Rediscovered Musical Instruments”, which was released as a split LP with David Toop on Brian Eno’s Obscure Records.
This is Eastley’s first solo CD. Of the 35 tracks, only the last 2 have any guests or ‘playing’ (the most virtuosic moment being George Lewis playing a grass blade). All the other pieces are either powered by the natural forces of wind and water, or else are motor driven gallery installations.
The ethereal sounds of the aoelian harp, the haunting aeolian flutes, and the violent tension of his aerophone installations are hallmark Eastley sounds. These sounds, and many others, sit amidst a wide range of acoustic settings, from windy hill tops to quiet brooks, residential street scenes to coastal shores. The indoor recordings are no less varied, ranging across a rich variety of acoustics and gallery spaces from tiny micro sounds to large scale amplification. Wood, metal and stone are brought to life with electricity. Although there are many photos in the 20 page booklet, much is left to the imagination to work out how the sounds are made. With this limited access to the visual, the focus is pulled towards the musicality of the sounds themselves. This musicality is reinforced by the slow crossfades of most of the pieces from indoors to outdoors to form a series of suites.
The recordings mostly date from the mid 70s, but there are pieces from later decades. Nearly everything was recorded either to Revox or Uher and occasionally cassette, using what microphones were available at the time. Recent recordings are digital. The varying quality of the recording set-ups across this 2CD adds yet another dimension to the shifting sound fabric of this anthology." [label info]

www.stalk.net/paradigm

"Max Eastley begann 1972 damit Skulpturen mit Klang zu verbinden, indem er Bewegung und Materialien seiner Skulpturen mit den Grundprinzipien des Instrumentenbaus verband. Dies führt für die vorliegende Retrospektive, die Aufnahmen aus den Jahren 1973 – 2008 auf 2 CDs enthält, notwendig dazu, dass nur Klang dokumentiert wird, doch die ihn erzeugenden Installationen trotz der zahlreichen Fotos nicht adäquat abgebildet werden können. Immerhin kann man auf ihnen die verschiedenen
Instrumente zumindest sehen. Die Aerophone sind teilweise sehr schlanke Kreuze, deren Arme im rechten Winkel außen mit Saiten verbunden sind, die im Wind schwingen, und erinnern beinahe an Antennen, in deren Zentrum noch ein Stück bunter Stoff geknotet wurde. Auch an den schmalen dünnen aufrechten Kästen der Aeolian Flutes finden sich diese bunten Bänder wieder, so dass sie an abstrakte Figuren erinnern, deren Schals im Winde wehen. An den Hydrophonen fällt ihre Schlichtheit auf, wie sie als verschieden lange dünne Rohre aus dem sie antreibenden Wasser ragen. Klanglich erinnern die Skulpturen überwiegend an vom Wind betriebene Klangspiele und – meist archaische – Drones sowie verfremdete Tierstimmen und seltener an präparierte Saiteninstrumente. Da bei den Innenraum-Installationen die natürlichen Kräfte fehlen, um sie erklingen zu lassen, wurde auf mechanische Antriebe zurückgegriffen, die jedoch die unregelmäßigen Strukturen natürlicher Ereignisse nachahmen sollen. Nichts desto trotz erinnern einige ihrer Aufnahmen eher an Loops als an Klangereignisse, denen jedes Muster fehlt. Für diese Retrospektive wurden alle Aufnahmen auf „radiotaugliche“ Ausschnitte von oft nur zwei bis fünf Minuten gekürzt. Doch da die kinetischen Installationen keinen kompositorischen Aufbau haben, der einen bestimmten Anfang und Ende „erfordert“, lassen die als einzelne Tracks dokumentierten Ausschnitte fragen, ob eine einzelne Installation auf einer eigenen – dann wohl leider weitgehend unverkäuflichen – CD nicht besser repräsentiert worden wäre, da dies dem fortdauernden Klang einer Installation angemessener wäre. Ohnehin sind die Mehrzahl der Aufnahmen durch Ein- und Ausfaden zu collagenartigen kleinen Suiten arrangiert, was dem Material eine dem bloßen Hören angemessene neue Form gibt. Da die Ebene eines Dokuments, das den für Eastley gleichberechtigten visuellen Teil ausspart, verlassen wird und etwas Neues entsteht. Damit wird ebenfalls deutlich, dass auch eine kinetische Kunst letztlich das Werk eines – oder mehrer – Künstler ist und damit einen sozialen Charakter hat. Leider findet sich dazu nichts in dem 20seitigen Beiheft, das keine konzeptionellen Überlegungen enthält. Mit dieser Eastley-Retrospektive macht Paradigm Disc einmal mehr Musik zugänglich, die sonst kaum auf Tonträgern zu bekommen ist. Denn nach der 1975 auf Brian Enos Obscure Records Label erschienen Split-LP New And Rediscovered Musical Instruments mit David Toop, ist diese Doppel-CD erst die zweite Veröffentlichung, die Eastleys Klanginstallationen dokumentiert. Wer sich für Musik jenseits chromatischer Tonleitern, in der Zufall eine zentrale Rolle spielt, interessiert,
dem ist diese Doppel-CD sehr zu empfehlen."
[Ingo Techmeier / Bad Alchemy]