Drone Records
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RADIGUE, ELIANE - Adnos I-III

Format: 3 x CD
Label & Cat.Number: Important Records IMPREC028
Release Year: 2013
Note: re-issue of the Table of the Elements box from 2002, with a cycle of highly meditative drone-recordings made in the 1970's; sounds like pouring water with slowly changes through time, resonances & overtunes ebb and flow like conscousness-phenomena... fragile, organic, transforming... definitely on her best works, playtime over 210 minutes !
Price (incl. 19% VAT): €33.00


More Info

"Eliane Radigue's "Adnos" trilogy was composed between 1973 and 1980 and is among her finest compositions.

"Adnos" is a deeply meditative work of infinite depth and sensitivity; one of the high points of modern minimal electronic composition.

Packaged in a heavy duty 3CD jacket much like the recent Eleh releases and containing extensive archival materials." [label info]


" 'Sounds wie fliessendes Wasser' – der bisher unveröffentlichte ADNOS – Zyklus mit Aufnahmen von 1974-1982! Tatsächlich verändern sich die zarten Drone-Schwingungen (3 lange Stücke auf 3 CDs mit insgesamt ca. 215 min. Länge!) im laufe der Zeit wie Fliessmuster, Resonanzen & Obertöne bauen sich auf und verschwinden wieder, man kann den sich langsam entwickelnden, z.T. pulsierenden Strukturen sehr schön folgen. Music for floating awareness." [old Drone Rec. info]

“ Radigue has composed for magnetic tape and electronic media since the late 1950's, when she studied with both Pierre Schaeffer and Pierre Henry. From her independently built Paris studio, Ms. Radigue creates an organic ambience within which sound moves in a continual flow around the listener. Composed between 1974-1982 and previously unreleased, the Adnos cycle presents a delicately continuous transformation, a fragile sonic texture. Ms. Radigue, inspired by the idea of moving water as metaphor for sound in motion, writes, "In the conch formed by sound waves, the ear filters, selects and emphasizes some areas of hearing, just as one's eyes would look at the shimmering of water: at the same time absent and multiple, oriented toward an outside whose image lives reflected in the inner universe." [first ed. label description].



"Eliane Radigue nimmt eine ganz besondere Rolle in der Experimentalmusik ein: zum einen ist sie eine der wenigen Frauen, die sich in der ansonsten (zumindest in der Wahrnehmung und aus Gründen, die ich auch mal gerne wissen würde) mit weiblichen Künstlern sparsam besetzten Szene befindet, zum anderen ist sie schon von Anfang an dabei und hat gleichermaßen Pionierarbeit geleistet und Referenzarbeiten hervorgebracht. Ihre Arbeiten gehen zurück auf die 50er Jahre, erste Veröffentlichungen erfolgten in den 60ern, ab den 70ern erstellt auf dem ARP Synthesizer, einem Modul-Synthesizer aus der Pionierzeit, gleichauf mit denen von Moog, im Gegensatz zu den noch immer erhältlichen Moog-Geräten aber wesentlich stärker in der Spezialistenecke verblieben, nicht zuletzt aufgrund der extrem geringen Stückzahl, in der er produziert wurde. Aber eben auch mit einem Soundappeal, das Zeichen gesetzt hat.

Eliane Radigue hat bis heute eine Vielzahl von Platten veröffentlicht, ohne eine der Künstler(innen) zu sein, die nahezu aus jeder Idee eine Veröffentlichung machen. Vielmehr scheint sie sich sehr stark mit der einzelnen Komposition auseinander zu setzen, bevor sie dann, ganz bewusst, diese als ein in sich geschlossenes und schlüssiges Werk veröffentlicht. Für Außenstehende ist ein solches Vorgehen mit Blick auf die musikalische Erscheinung von „Adnos I-III“ möglicherweise überraschend; die drei Teile entstanden nacheinander in den Jahren 1973-1974 („Adnos I“), 1979 („Adnos II“) und 1979-1980 („Adnos III“) und sind doch, in ihrer Soundästhetik und Komposition so nah, als wären sie in einem (zeitlich viel engeren) Guss entstanden. Der fast schon meditative Charakter des Gesamten, der Veränderungen und inneren Aufbau nur ganz allmählich preisgibt besitzt dabei jedoch, trotz des vordergründig im Raum stehenden Eindrucks des freien Fließens, an jeder Stelle eine wie selbstverständliche Konsequenz und stützt so ganz massiv die Vermutung, dass die vielen subtilen Veränderungen und Entwicklungen im Aufbau das Ergebnis einer ebenso konsequenten Forschungs- (in Bezug auf die Klangmöglichkeiten des Instruments) und Kompositionstätigkeit (bezogen auf ihren Einsatz im Stück selbst) sind. Und damit das genaue Gegenteil eines reinen Studio-jams.

Eine weitere Besonderheit ist der Sound an sich, der eine (immer wieder gern so beschriebene) analoge Wärme und Tiefe besitzt, die es erst(?) möglich macht, derartigen in sich ruhenden und dabei fast intim wirkenden Soundflächen mit einer Einzellänge jenseits der 70 Minuten zuzuhören. Und dabei, je nach Aufmerksamkeitsgrad, immer wieder neue Details zu entdecken, die sich in, hinter und unter dem vordergründigen Grunddrone verbergen. Inwieweit Eliane Radigues Beschäftigung mit tibetischen Buddhismus eine konsequente Folge von der Arbeit mit derartiger Musik ist oder umgekehrt eine derartige Grundhaltung den kompositorischen Zugang erst ermöglicht (hat), kann hier nicht eingeschätzt und daher nur als Detail benannt werden. Passen würde es in jedem Fall.

„Adnos I-III“ wurde bereits 2002 als 3 CD-Box auf dem Label Table Of The Elements veröffentlicht, die Neuveröffentlichung auf (nomen est omen; diesmal auf jeden Fall) Important Records jetzt im mehrfach Aufklappcover mit atmosphärisch sehr passenden Artwork plus auf historischem Material basierendem Booklett. Und über 210 Minuten in sich ruhender Soundskulpturen. Einfach perfekt." [N, Black Magazin]

www.blackmagazin.com/?p=16183